Berlin Fashion Week Diary 2017

Soo, nun kommt endlich mein Fashion Week Tagebuch – wie ich alles geplant habe, was ich erlebt habe, wie ich es fand und ein paar Bilder gibt es nachfolgend für euch! Der Eintrag ist ein bisschen länger geworden, deshalb habe ich auch etwas länger dafür gebraucht… Aber umso detaillierter und (hoffentlich) spannender ist es geworden. Lest selbst!

PLANUNG

So richtig begann alles im November letzten Jahres. Ein paar andere Bloggermädels und ich hatten schon vor einer langen Zeit darüber gesprochen, dass wir im Januar auf die Fashion Week in Berlin wollen. Es war aber nur so nebenbei gesagt, ohne etwas großartig zu planen. Doch im November fand dank einer Facebook-Bloggergruppe ein Treffen statt, bei dem es genau um dieses Thema ging. Es haben recht viele teilgenommen und dann haben sich ein paar von uns  zusammengeschlossen, die wirklich interessiert waren. Am Ende sind noch ein paar Bloggerinnen spontan abgesprungen, sodass ich letztendlich mit den lieben Mädels Fabienne und Lara zur Fashion Week in Berlin gefahren bin.

Wir haben rechtzeitig Flüge mit Airberlin mit guten Flugzeiten und zu einem akzeptablen Preis gebucht und auch das Hotel war schon vorher ausgesucht und reserviert worden. Wir entschieden uns für ein Dreibettzimmer, nicht nur aus kostentechnischen Gründen, sondern auch damit es lustiger wird. Dann haben wir uns darum bemüht alle möglichen Agenturen und Veranstalter zu kontaktieren, um uns ein Programm für die drei Tage zusammenzustellen. Es funktionierte – natürlich nicht bei allen, aber bei einigen. Manche haben erst sehr kurzfristig (ein paar Tage vorher) geantwortet, aber trotzdem haben sich nur wenige Veranstaltungen überschnitten. Am Ende haben wir einen „Stundenplan“ gehabt und uns noch mehr gefreut, dass wir bei so vielen schönen Events teilnehmen können. Dann wurde es ernst – nur noch ein paar Tage bis zu unserer aufregenden Reise zu dritt. Wir haben immer öfter in unserer WhatsApp Gruppe miteinander geschrieben, um wichtige Dinge zu klären, so wie Outfitauswahl (bei erwarteten -6 Grad!), Bahnticketkauf (wir hatten uns vorab ein 72h Ticket im Internet bestellt), wer was alles mitnimmt (leider hatten wir nur Handgepäck inklusive und wollten kein Geld für ein Extrakoffer ausgeben), in welchen hippen Locations wir speisen können (das war sehr wichtig für uns!), und und und..

TAG 1

Morgens um halb 10 ging unser Flug vom Düsseldorfer Flughafen, wo wir uns auch alle getroffen haben. Nach ein paar kleinen Problemchen waren wir über den Wolken und sehr aufgeregt, was uns alles erwartet und ob alles so wie geplant klappt (naja, ich war es zumindest!). Nach etwas mehr als einer Stunde Flugzeit sind wir in Berlin angekommen und dann ging es schnell mit dem Bus zum Hotel. Einchecken ging noch nicht, also haben wir uns auf der öffentlichen Toilette des Hotels schnell frisch gemacht, ein paar Sachen umgepackt und los ging es. Für die Mädels zum Fashion Blogger Café von Styleranking und für mich erstmal zum Shoppen.

Da unser Hotel am Kurfürstendamm war, hatte ich es zum Glück nicht so weit bis zu den Geschäften. Ich war froh Zeit dafür zu haben, denn ihr wisst, ich liebe es zu shoppen! Die erste (natürlich vorher brav herausgesuchte Adresse) war der & Other Stories-Store. In Düsseldorf gibt es leider keinen und in Köln bin ich so selten. Da in dem Moment auch noch Wintersale war, hat es umso mehr Spaß gemacht zu stöbern. Gefunden hatte ich zwei paar silberfarbene Ohrringe mit 70% Nachlass – yeah! Danach ging es zum KaDeWe – ein schönes Kaufhaus, in dem ich ebenfalls gerne herumgestöbert und eine Kleinigkeit gegessen habe. Am Ende wollte ich noch unbedingt zum Acne Store. Zu dem nächsten musste ich leider mit der U-Bahn fahren, aber da ich unbedingt hin wollte, habe ich es auf mich genommen. Dort angekommen, habe ich mir die neue Kollektion angeschaut und natürlich auch den im Moment so angesagten Pansy Beanie anprobiert. Leider war mir die Mütze viel zu klein und die gibt es eben nur in einer Größe. Na gut, Pech gehabt, Geld gespart – dachte ich mir hehe. Nach dem Shopping war ich eigentlich schon müde, aber es ging für mich erst richtig los – das erste Event wartete.

Das Unternehmen Nastrovje Potsdam hatte in einem Hotel die neuste Kollektion von Vive Maria, Pussy Deluxe und von ihrem eigenen Label NP Fashion präsentiert. Es war zum einen Nachtbekleidung zu sehen und zum anderen bedruckte Kleidungsstücke mit Disney- und Filmmotiven. Bei dem Event gab es außerdem leckere Muffins und einen frischen Minztee für mich. Alles sehr süß gemacht und auch die Gastgeber waren total nett – danke an dieser Stelle nochmal für die Einladung!

Nach dem NAPO-Event ging es für mich erstmal wieder zurück ins Hotel. Ich war so müde und wollte endlich mal einchecken und unsere Koffer, die wir die ganze Zeit im Kofferraum des Hotels stehen gelassen haben, reinbringen. Die Mädels kamen aber auch schon wieder von Ihrem Event, sodass wir uns noch gemeinsam kurz ausruhen und quatschen konnten.

Danach ging es für uns weiter zu der HausofYoshi- Show. Etwas fitter und ca. 40 min später waren wir an der Location angekommen. Wir waren gespannt was uns erwartet, gingen von einer richtigen Show aus, doch dann kam die Überraschung: Es wurden alle Besucher in einen Raum reingelassen, in dem Männermodels wie Schaufensterpuppen, in stylisher Kleidung von HausofYoshi bekleidet, rumstanden und von allen angeschaut und fotografiert wurden. Es war mal etwas anderes, aber einfach viel zu voll. Irgendwann sind Leute gestolpert und sogar hingefallen, da musste ich einfach wieder raus. Noch ein paar Bilder vor der Fotowand gemacht und ab ging es zum Kaufhaus Jandorf.

Das Kaufhaus war eine der Hauptlocations der Fashionweek, vor der auch viele „professionelle“ Fotografen standen, um Streetstyle-Fotos zu schiessen. Wir wollten zu der Riani Aftershowparty gehen, zu der wir eingeladen waren. Doch wir waren so hungrig, dass wir uns erstmal dafür entschieden haben essen zu gehen. Wir gingen einfach die Straße runter und fanden zufällig ein (wie sich später herausgestellt hat sehr gutes) japanisches Restaurant, das noch offen war und sogar noch Plätze frei hatte. Dort gab es wirklich sehr leckeres Essen. Ich hatte Sushi, Gyoza und grüner Tee Eis mhh.. gestärkt ging es wieder zurück zum Kaufhaus, doch leider war die Aftershowparty schon vorbei. Eine Stunde für eine Party? Kann das denn wahr sein? Naja, zumindest haben wir lecker gegessen und sind dann, weil wir sehr müde waren, wieder ins Hotel gefahren, wo wir nach einem langen Gespräch über Fabiennes Zukunft eingeschlafen sind.

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TAG 2

Tag 2 startete mit einem leckeren Frühstück bei „What do you fancy love?„. Die Mädels hatten Bagels und Smoothies, ich eine Joghurt-Bowl mit Obst und Nüssen. Diese war sehr lecker und für ca. 5 Euro echt groß, sodass ich sie nicht mal aufgegessen habe.

Nach dem Frühstück ging es für die beiden zu einer Show und für mich zum Ethical Show Room inkl. Bloggerfrühstück (ja, schon wieder Frühstück!). Ich machte mich auf dem Weg, auf dessen Strecke auf einmal die S-Bahnen für unbestimmte Zeit ausgefallen sind. In einer fremden Stadt. Bekleidet mit einem kurzen Rock. Bei Minus 6 Grad! Ich versuchte noch irgendwie einen anderen Weg zu finden, um nicht mehr zu frieren und nicht zu spät zu der Veranstaltung zu kommen, aber es ging gar nichts mehr. Wohl oder übel musste ich mir ein Taxi nehmen. Es war ein weiter Weg, aber die Taxifahrerin war super nett und hat am Ende sogar den Zähler ausgemacht, damit ich nicht so viel zahlen muss. Ich bin ihr wirklich sehr dankbar dafür!

Beim Showroom angekommen, traf ich auf ein paar neue Bloggermädels. Wir haben gequatscht und ein bisschen Obst gegessen. Dann wurden wir über die „Messe“ geführt. Dort haben wir ein paar coole internationale Marken kennengelernt, wie zum Beispiel P.i.C. aus England. Sie designen multifunktionale Kleidung, die man auf verschiedene Weise tragen kann, so wie Wendeblusen, Röcke mit und ohne Träger, usw. Zudem haben wir uns auch die Kollektion von Essien Gringhuis aus Holland angeschaut, die Kleidungsstücke mit Naturfotografien bedruckt. Und zum ersten Mal in meinem Leben habe ich eine Tasche aus Ananasschalen gesehen – wie abgefahren! Es war ganz interessant Neues zu entdecken, allerdings war dort sehr viel veganes Leder vertreten, das ich persönlich nicht so gerne mag, denn ich liebe echtes, weiches, qualitativ hochwertiges Leder und würde es immer allen Abwandlungen bevorzugen.

Nach der Messe fuhr ich zu Lara und Fabienne ins Kaufhaus Jandorf, um dann gemeinsam zu der Hashmag Blogger Lounge zu gehen – dem nächsten Event. Und dort war es echt toll! Wir sind (wieder mal) hungrig angekommen und haben uns direkt auf das Essen gestürzt. In dem Vorraum gab es wirklich reichlich davon! Pizza, Sushi, Suppen zum selbst warm machen, Edamame Salate, Crêpes mit Nutella, Jelly Belly Beans (nur die genießbaren) und mega, wirklich mega leckeres Eis von LuicellasIceCream. Die Gründerin hat einen eigenen Eisladen in Hamburg, den ich unbedingt besuchen muss, wenn ich mal dort bin. Gleichzeitig verkauft sie aber auch Eis zum Selbermachen in ihrem Onlineshop – und das ohne Eismaschine. Wir waren verrückt nach dem Eis und haben gaaanz viel davon gegessen!

Nachdem wir uns vollgefuttert haben, ging es in den zweiten Raum der Hashmag Lounge. Wir trafen auf unterschiedlichen Sponsoren wie C&A, Orsay und DM. Dort konnte man viel unternehmen, wie Mützen verschönern, Fotoalbum zusammenstellen, sich die Haare machen lassen, sich schminken lassen, sich neuste Kollektion anschauen, einen Highlighter-Pinsel gravieren lassen, sich ein Henna Tattoo machen lassen, sich die Hände mit Handcreme massieren lassen, und und und. Alle Menschen dort waren sehr nett und auch die Aktivitäten haben mir viel Spaß gemacht. Wir hatten eine schöne Zeit und am Ende ging es für uns sogar noch weiter. Wir durften uns gemeinsam mit anderen ausgewählten Bloggern im Zoopalast Berlin den preisgekrönten Film Lala-Land anschauen. Es gab gratis Popcorn, ein Getränk und sehr bequeme Sessel. Das alles müsst ihr euch in einem süßen, kleinen Privatsaal vorstellen. Der Film an sich hat mir jetzt nicht so gut gefallen, denn ich stehe gar nicht auf Musical Filme und der Film war auch noch sehr kitschig und traurig. Aber dennoch hat es Spaß gemacht und es war auch alles top organisiert. Vielen lieben Dank an das Hashmag-Team!! Habt ihr sehr gut gemacht!

Unser Tag 2 war nach dem Kino zu Ende. Wir fuhren ins Hotel und fielen müde ins Bett, denn morgens früh ging es für uns schon wieder weiter…

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TAG 3

Ich bin um 6 Uhr morgens aufgestanden, um mich fertig machen zu können – das Fashion Week leben ist schon hart haha. Um 9 Uhr fand bereits die erste Show von Ewa Herzog im Kaufhaus Jandorf statt. Die Designerin hatte wirklich wundervolle Spitzen-Teile gezeigt. Die Musikauswahl war super und die Frisuren – ein Traum! Leider war die Sitzplatz-Organisation etwas ungünstig. Aber naja, vielleicht ist es nicht so einfach mit so vielen Gästen und den ganzen Promis, ich verzeihe ihnen 🙂

Nach der Show sind wir nochmal zur Hashmag Lounge gefahren, denn das Event ging zwei Tage lang und man durfte auch zwei Mal kommen. Dort haben wir nochmal das super leckere Eis gegessen, ich habe mich noch einmal schminken und an den Händen massieren lassen und dann ging es wieder zurück ins Hotel. Dabei hatten wir die prall gefüllte Goodiebag mit soo vielen tollen Sachen mit – vielen lieben Dank dafür!

Im Hotel mussten wir auschecken und für Lara ein paar Outfitfotos vor der Tür shooten. Das Objektiv was sie hatte war wirklich mega gut, sodass es mir sogar Spaß gemacht hat in der Kälte zu knipsen.

Das war es dann für uns mit den Veranstaltungen. Wir waren nachmittags noch etwas Shoppen, im Dudu lecker Sushi essen (wir haben dort sogar Lena gesehen – Schland oh Schland) und dann saßen wir eine Zeit lang im Starbucks rum. Dort war es warm und es gab WLAN 😉 Wir haben gequatscht, Bilder gepostet und auf unseren Flieger gewartet. Dieser hat uns dann spät abends (leider mit einer Stunde Verspätung) sicher nach Hause gebracht. Wir waren aber auch ehrlich gesagt froh wieder zu hause zu sein…

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FAZIT

Es war sicherlich eine sehr aufregende Zeit mit lieben Mädels. Ich würde es auch nochmal so machen. Das einzige was ich nicht so toll fand war das Wetter. Es war für Deutschland und die Fashion Week, wo man sehr auf sein Outfit achtet und sich nicht einfach in einen Skianzug einmummeln kann, viel zu kalt. Zudem hatte ich kein Auto, also habe ich doppelt gefroren. Und die Events waren auch meist sehr weit von einander entfernt, sodass man bei der Kälte noch 40 Minuten mit teilweise 3 Mal umsteigen hin und her fahren musste. Also gegen so ein VIP Shuttle Service hätte ich nichts gehabt, aber wollen wir es mal nicht übertreiben 🙂

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